Welche Laserquellen (Wellenlänge) sind verbaut?
Wir verbauen Infrarotlaserquellen. Die Wellenlänge der Strahlen liegt zwischen 900 und 1000 nm.
(915 nm & 976 nm ±20 nm)
Warum mehrere Einzelstrahlen?
Die ProFocus-Technologie setzt auf 6 einzeln ansteuerbare Laserstrahlen, welche um einen zentrisch-geführten Schweißzusatz angeordnet sind. Dadurch können wir den Energieeintrag im Prozess sehr präzise steuern und die Wärme homogen verteilen. Bisher nicht bzw. nur bedingt schweißbare Materialien können somit erfolgreich bearbeitet und neue Konzepte ermöglicht werden.
Was ist die maximal verfügbare Laserleistung?
Unsere Laser-Auftragschweißsysteme können aktuell mit 2 kW Laserleistung im Dauerbetrieb genutzt werden. Dank unserer eigens entwickelten Prozessführung bündeln wir den Großteil der Strahlenenergie in das Abschmelzen der Schweißzusätze und können dies richtungsunabhängig und in unterschiedlichen Schweißpositionen gewährleisten. Eine gute Wirtschaftlichkeit durch sehr hohe Laser-ON-Zeiten ist damit immer gegeben.
Welche Pulvergrößen können genutzt werden?
Alle am Markt verfügbaren Metallpulver mit einer Partikelgrößenspanne von 20 bis 150 μm können mit ProFocus genutzt werden.
Welche Draht-Durchmesser können genutzt werden?
Alle am Markt verfügbaren Schweißdrähte (inkl. Fülldrähte) mit einem Durchmesser von 0,8 bis 1,2 mm können mit ProFocus genutzt werden.
Kann auch ein Verbindungsschweißen oder Härten mit der Laseroptik erfolgen?
Unsere Systeme ermöglichen vordergründig die Bearbeitung von Werkstückoberflächen oder den Aufbau ganzer 3D-Bauteilgeometrien. Für das klassische Verbindungsschweißen oder Härten empfehlen wir gern Partner aus unserem Netzwerk.
Welche Software wird für die Steuerung und Bedienung benötigt?
Die ProFocus-Serie verfügt stets über eine eigene Human Machine Interface (HMI)-Prozesssteuerung, die sogenannte ProFocusControl. Alle Schweißprozess-relevanten Einstellungen lassen sich hier, unabhängig von der Führungsmaschine, vornehmen. Einfache Schweißabfolgen lassen sich bereits per Maschinen- oder per Befehlseingabe in die Robotersteuerung vornehmen. Darüber hinaus bieten wir Ihnen eine leistungsstarke CAD/CAM Software aus dem Hause S.K.M. Informatik GmbH für die Planung von Werkzeugbahnen an. Eine individuelle und kundenspezifische Beratung zu den Lizenzen und Möglichkeiten (Postprozessor, Bahnplanungs-Simulation mit ProFocus-Laserbearbeitungskopf, SKM DCAM Basissystem Multi-Achs-Robot, Profilsensor Integration und Workflow-Assistent, 3D-Data Import und CAM-Modul DED) ist selbstverständlich.
Wo liegen die Grenzen bei der Zugänglichkeit?
Dem schichtweisen Fertigen von Neu- oder Ersatzteilen, mit mehreren Achsen gleichzeitig, sind kaum Grenzen gesetzt. Zugänglichkeitsgrenzen existieren lediglich für die Bearbeitung bereits bestehender Bauteilgeometrien. Gern prüfen wir in einem Beratungsgespräch die Möglichkeiten.
Kann auch im Bauteilinneren beschichtet werden?
Je nach Bauteil-Beschaffenheit können wir, auf Basis unterschiedlich verfügbarer Fokuslängen, im innenliegenden Bereich bis 100 mm Entfernung gezielt beschichten.
Welche minimale Wandstärke kann geschweißt bzw. aufgebaut werden?
Die minimale Spurbreite für das Laserauftragsschweißen mit Draht liegt bei 2,0 mm.
Kann diese Schweißtechnik in jede beliebige Führungsmaschine integriert werden?
Ja, unsere Laser-Auftragschweißsysteme können in praktisch alle gängigen Fertigungssysteme integriert werden.
Für welche Anwendungen eignet sich die ProFocus WeldingCell im Bereich Laser-DED und additive Fertigung?
Die ProFocus WeldingCell eignet sich für industrielle Anwendungen im Bereich Laser-DED (Directed Energy Deposition), additive Fertigung von Metallbauteilen, Reparaturschweißen und Beschichtung. Typische Einsatzgebiete sind der Verschleißschutz, die Instandsetzung hochwertiger Komponenten sowie die Herstellung komplexer Geometrien. Durch den integrierten 6-Achs-Roboter und die präzise Prozesssteuerung ermöglicht das System eine flexible Fertigung großer Bauteile und eine hohe Prozessstabilität.
Welche Vorteile bietet die ProFocus WeldingCell gegenüber herkömmlichen Systemen in der additiven Fertigung und im Laser-DED?
Die ProFocus WeldingCell bietet entscheidende Vorteile gegenüber konventionellen Fertigungssystemen in der additiven Metallfertigung und im Laser-DED (Directed Energy Deposition). Dazu zählen eine automatisierte, richtungsunabhängige Fertigung, eine hohe Prozessstabilität sowie eine präzise Steuerung komplexer Bauteilgeometrien.
Durch integrierte Funktionen wie automatisierten Bauteilscan, adaptive Höhenregelung, HDR-Prozessüberwachung und den WireWatcher werden Stillstandzeiten reduziert und die Fertigungsqualität signifikant erhöht. Das System ermöglicht somit eine wirtschaftliche Produktion, reproduzierbare Ergebnisse und eine effiziente Umsetzung anspruchsvoller Anwendungen wie Reparaturschweißen, Beschichtung und additive Bauteilherstellung.
Kann die ProFocus WeldingCell individuell an Anwendungen in der additiven Metallfertigung angepasst werden?
Ja, die ProFocus WeldingCell wird individuell auf die Anforderungen des Kunden in der additiven Metallfertigung und im Laser-DED (Directed Energy Deposition) abgestimmt. Dank ihrer modularen Bauweise lässt sich das System flexibel an unterschiedliche Anwendungen und Bauteilgeometrien anpassen.
Mögliche Anpassungen umfassen unter anderem die Geometrie der Anlage, die Werkstückaufnahme, die Integration spezifischer Robotik- oder Scannersysteme sowie individuelle Softwarelösungen zur Prozesssteuerung. Dadurch eignet sich die ProFocus WeldingCell sowohl für die additive Bauteilherstellung, Beschichtung als auch für Reparaturschweißen.
Somit kann die Anlage optimal an spezifische Produktionsanforderungen angepasst werden.